Einblicke in die Signaltechnik

 

 

Geschwindigkeitsprüfeinrichtung (GPE)

 

Bei Geschwindigkeitsprüfeinrichtungen handelt es sich um die zentrale Steuereinheit eines Geschwindigkeitsprüfabschnitts im Schienenverkehr. Deren Aufgabe besteht darin, die Geschwindigkeit von Schienenfahrzeugen die mit einer "Indusi"-Einrichtung ausgestattet sind zu überwachen. Sollte die zulässige Geschwindigkeit überschritten werden wird der Fahrzeugführer durch ein Warnsignal darauf aufmerksam gemacht oder/und das Fahrzeug zwangsgebremst.

 

Der GPE basiert auf dem schon langjährig eingesetztem und in mehreren Ländern bewährten "Indusi"-Prinzip. Da Fehler im Gerät schnell erkannt werden können ist diese Technik sehr sicher, so dass keine Gefährdung für Mensch oder Material aus geht's.

 

 

Linienförmige Zugbeeinflussung (LZB)

 

Die LZB ist ein System, dass die Geschwindigkeit eines Zuges rechnergesteuert ständig überwacht und den Zug selbstständig führt. Auf Strecken auf denen über 160 km/h gefahren werden schreibt die Eisenbahnbetriebsordnung eine linienförmige Zugbeeinflussung vor. Die LZB überwacht ständig die Geschwindigkeit des Zuges und verhindert, dass die maximal zulässige Geschwindigkeit des Zuges überschritten wird. Ein weiterer Vorteil dieses Systems ist die sogenannten „Zielvorschau", diese ermöglicht dem Fahrzeugführer einen Überblick weit über den 1000 Meter langen Regelbremswegs des Fahrzeugs.

 

Über die im Gleis liegenden Linienleiter werden die Streckeninformationen an das Triebfahrzeug gesendet, welches die Informationen über das LZB-Fahrzeuggerät auswertet und dem Fahrzeugführer auf einem Display visuell anzeigt.

 

Durch die unten am Zug angebrachten Antennen werden die Informationen aus dem Linienleiter empfangen. Zwischen den Linienleitern und den Fahrzeugantennen besteht eine induktive Kopplung. Neben der Sollgeschwindigkeit werden auch die Bremskraft und die Zielentfernung angezeigt. Der Standort des Zuges kann durch einen Phasensprung (alle 100 Meter kreuzen sich die Leitungen im Gleis) genau bestimmt werden.

 

Die LZB-Streckeneinrichtung setzt sich aus den beiden im Gleis verlegten Linienleiterkabeln, den Fernspeisegeräten und dem Rechenzentrum (Streckenzentrale) zusammen.

 

 

Punktförmige Zugbeeinflussung (PZB), "Indusi"

 

Die PZB soll durch Zwangsbremsungen Gefährdungen im Bahnbetrieb z. B. die Überfahrt von Halt zeigenden Hauptsignalen verhindern. Der Triebfahrzeugführer überwacht während der Fahrt die Geschwindigkeit des Zuges. Bei Signalen z. B. Geschwindigkeitsankündigungssignale unter 100 km/h und Vorsignale in Warnstellung auf der Strecke wird mit dem PZB-Taster im Führerstand bestätigt das der Fahrzeugführer das Signal gesehen hat und die Geschwindigkeit anpasst. Betätigt er den Taster jedoch nicht oder reduziert sich nicht nach einer gewissen Zeit die Geschwindigkeit wird automatisch eine Zwangsbremsung eingeleitet.

 

Die Bauteile bestehen aus den:

 

• Schalteinrichtungen

• Signalmagneten und den Magneten unten an den Triebfahrzeugen

 

Gleismagnete gibt es in 3 Varianten:

 

1000 Hz-Magneten, z. B. an Vorsignalen, Überwachungssignalen und Langsamfahrscheiben

2000 Hz-Magneten, z. B. an Hauptsignalen oder für Geschwindigkeitsprüfeinrichtungen

500 Hz-Magneten, z. B. vor Hauptsignalen und Langsamfahrstellen